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Demokratie

Demokratie lebt vom Mitmachen. Deshalb haben sich GRÜNE erfolgreich dafür eingesetzt, dass Jugendliche sich bereits ab 16 an der Kommunalwahl beteiligen können. Auch alle EssenerInnen, die einen Pass aus einem der 27 EU-Staaten besitzen, können diesmal die Oberbürgermeisterin, den Stadtrat und die Bezirksvertretungen mit wählen. Wir wollen dieses kommunale Wahlrecht zukünftig auch auf alle Nicht-EU-BürgerInnen ausdehnen, die hier in Essen bei uns und mit uns leben.

GRÜNE Politik für den demografischen Wandel

Vielfalt als Chance - wir werden weniger, älter und bunter!


Essen befindet sich mitten im demografischen Wandel: in 20 Jahren wird jede dritte EssenerIn über 60 Jahre alt sein, die Singlehaushalte nehmen zu. Schon heute wachsen nur noch in jedem fünften Haushalt Kinder auf. Gleichzeitig hat inzwischen jedes dritte Kind in Essen einen Migrationshintergrund. Wir GRÜNE treten für eine Stadtpolitik ein, die diese Veränderungen als Chance begreift und ihnen gestaltend und vorausschauend Rechnung trägt. Unsere Politik ist deshalb darauf ausgerichtet, die Generationen und Kulturen zusammenzubringen. Hier sind die erfolgreichen Projekte der Ehrenamt Agentur beispielgebend und werden von uns unterstützt.

Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiger Stützpfeiler unserer Gesellschaft – und kann gegen Vereinsamung und Depression bei SeniorInnen helfen. Die Umsteuerung im Bereich der Hilfe hin zu einem engen Netzwerk sozialräumlicher, präventiver Unterstützungsmaßnahmen muss weitergeführt werden. Dazu gehören neben ehrenamtlichen Strukturen auch die Weiterführung des erfolgreichen Stadtteilservice (auf Grundlage sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung) sowie hauptamtliche und gewerbliche Dienstleistungen wie ambulante Pflegedienste etc.

GRÜNE Politik für alte Menschen

Wohnen, Freizeit und Mobilität der älteren Generation müssen so organisiert sein, dass ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter möglich ist. Wir wollen Seniorinnen und Senioren ermuntern, ihre Erfahrungen produktiv in die Gesellschaft einzubringen, und ein lebenswertes Umfeld für sie schaffen. Dazu gehören eine wohnortnahe Versorgung und alternative Wohnformen. Wohnungsunternehmen und Politik sind gefordert, Angebote jenseits der Heime zu entwickeln.

Wir wollen zielgruppenspezifische Angebote im ambulanten und stationären Bereich schaffen (z.B. für die wachsende Zahl älterer MigrantInnen und dementiell erkrankter Menschen), das bestehende Angebot offener Einrichtungen ("Altentagesstätten") erhalten und unterstützen neue Wohnformen (Mehrgenerationenwohnen, autofreie Siedlungen, Seniorenwohngemeinschaften u.ä.). Um die Qualität der Angebote zu sichern gilt es außerdem, die Beratung für Heimträger zu intensivieren und Pflegeeinrichtungen angemessen zu kontrollieren.

GRÜNE Politik für Familien und Kinder

Eine gezielte und aufeinander abgestimmte kommunale Arbeitsmarkt- und Familienpolitik sind geeignete Maßnahmen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen insbesondere von jungen Frauen und Paaren zu verbessern. Die bedarfsgerechte Versorgung mit Betreuungsplätzen in Kitas und Schulen ist die Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter.

GRÜNE stehen für die Stärkung von Bildung, Betreuung und Erziehung


Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt unserer Politik. Sowohl in den Kindertagesstätten als auch in den Schulen wollen wir allen Kindern faire Bildungs­chancen eröffnen und kein Kind zurücklassen.

GRÜNE wollen Kindertagesstätten und Familienzentren als Orte von Bildung, Betreuung und Erziehung weiter stärken. Dabei sind flexible und arbeitszeitkompatible Öffnungszeiten die Voraussetzung, damit sowohl Alleinerziehende als auch beide Elternteile Familie und Beruf miteinander vereinbaren können. Auf Landesebene treten GRÜNE deshalb seit langem für einen Rechtsanspruch auf Kitaplätze für Kinder unter drei Jahren ein. Solange dies noch nicht verwirklicht ist, können wir aber auch in der Kommune einiges tun. So haben wir in den letzten Jahren die Anzahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige verdreifacht. In fünf Jahren soll für jedes dritte Kind unter drei ein Platzangebot in Kita oder Tagespflege vorhanden sein. Um diese Quote zu erreichen, muss das Land Nordrhein-Westfalen jedoch die dafür bereit gestellten Bundesmittel und Betriebskostenzuschüsse in voller Höhe an die Kommunen weiterleiten und darf nicht Teile einbehalten, so wie die Regierung Rüttgers dies tut!

GRÜNE wollen die Elternbeiträge stabil halten. Wir setzen uns dafür ein, dass es landesweit einheitlich gestaffelte Elternbeiträge gibt. Sie sollen nicht von der Kassenlage der Kommunen abhängen. Unser langfristiges Ziel bleibt aber die Abschaffung der Elternbeiträge für Kinderbetreuung.

GRÜNE wollen Rahmenbedingungen für ein leichteres Leben mit Kindern


Kinder bereichern das Leben. Leider sind sie immer noch für viele Eltern ein Armutsrisiko. In Essen lebt fast jedes fünfte Kind von Existenz sichernden Hilfen. Gegen Kinderarmut gibt es kein Patentrezept. Als Kommune kann die Stadt Essen die Folgen von Armut höchstens abfedern und abmildern. GRÜNE stehen dafür, Teilhabechancen zu ermöglichen. Wir werden sicherstellen, dass Kinder nicht vom Mittagessen in Kita oder Schule ausgeschlossen werden, weil die Eltern sich die Kosten nicht leisten können. Ohne Bücher, ohne Stifte, ohne Hefte ist gutes Lernen in der Schule nicht möglich. Deshalb fordern wir die Rückkehr zur Lernmittelfreiheit.

Sprachförderung in Kindergärten ist unerlässlich. Insbesondere für Kinder aus Migrantenfamilien, aber zunehmend auch für deutsche Kinder bildet sie die Voraussetzung für eine erfolgreiche Schul- und Berufsausbildung. Wir wollen auch das Angebot bilingualer Kindertagesstätten ausbauen.

GRÜNE Politik für Gesundheit, Ernährung und Bewegung


Kinder brauchen gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und eine kinderfreundliche Umgebung. Fehlernährung, mangelnder Zugang zur Gesundheitsversorgung und Bewegungsmangel treten immer häufiger insbesondere bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien auf. GRÜNE wollen eine Verbesserung der Gesundheitsstrukturen und der präventiven Gesundheitsvorsorge gerade in den nördlichen Stadtteilen. Hier können und müssen die Familienzentren einen wichtigen Beitrag leisten. Sie sollen daher gezielte Infos zu Gesundheit, Prävention, Ernährung, Impfschutz und Vorsorgeuntersuchungen, Bewegungsangebote, Koch- und Hauswirtschaftskurse u.v.m. anbieten.

Projekt:

Kinder- und ZahnärztInnen als Kita-Paten


Die von uns initiierte Interdisziplinäre Frühförderstelle wird bedarfsgerecht ausgebaut und aufgestockt, um auch die mobilen Angebote zu stärken.
Wir wollen gemeinsam mit Kinder- und Zahnärzten ein Patenmodell für Kitas und Familienzentren entwickeln: Kindergartengruppen besuchen die Arztpraxis und lernen die Arbeit eines Kinderarztes oder einer Zahnärztin kennen.



GRÜNE stehen für den Schutz vor Gewalt und Vernachlässigung

Eltern leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, indem sie Kinder erziehen. In den allermeisten Familien wachsen Kinder in einer liebevollen und förderlichen Umgebung auf. Doch zunehmend gibt es auch in Essen Familien, in denen die Eltern überfordert sind und Hilfestellung und Entlastung benötigen. Mit dem von uns initiierten Baby-Besuchsdienst wollen wir schon mit der Geburt eines Kindes Kontakt zu den Eltern aufnehmen und ihnen Informationen, Beratung und Hilfe zukommen lassen.

GRÜNE wollen die eingeleitete Umsteuerung hin zu präventiven Erziehungshilfen weitergehen und ausbauen. Hier setzen wir besonders auf die Vernetzung der Familienzentren mit Angeboten der Elternbildung und Erziehungsberatung, den Ausbau des sozialen Frühwarnsystems (Sicherer Start/ Familienhebammen), familienunterstützende und –entlastende Maßnahmen, z.B. durch Wochenendöffnungen von Kitas sowie die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe.

12. Juni 2009

Arbeitsplätze bei Karstadt retten!

Die Mitgliederversammlung der GRÜNEN unterstützt die Karstadtmitarbeiter und  -mitarbeiterinnen in ihrem Kampf um die Erhaltung der Arbeitsplätze und hat  mit großer Mehrheit am 10.6. die folgende Resolution beschlossen:


Resolution als pdf