GRÜNE DE-
GRÜNE NRW -
GRÜNE UNI -
Junge GRÜNE -
Kai Gehring -
Mehrdad Mostofizadeh
Grüne Politik für ein besseres Klima
"Global denken, lokal handeln" – Dieser GRÜNE Leitsatz macht deutlich, welche zentrale Bedeutung die Kommunalpolitik für einen nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz hat. Wir wollen deshalb den Weg konsequent weiter gehen, den wir in den letzten fünf Jahren mit dem integrierten Klima- und Energiekonzept, der Verankerung des Umweltschutzes als „Konzernziel“ der Stadt Essen und vielen konkreten Einzelprojekten eingeschlagen haben.
Bei allen Bauvorhaben der Stadt wollen wir die Möglichkeiten zum Energiesparen und der Nutzung erneuerbarer Energien ausschöpfen. So wollen wir insbesondere die Schulbausanierung voran bringen, bei der sich Energiespar- und Klimaschutzaspekte ideal mit der Verbesserung des Raumangebotes für besseren Unterricht und gute Betreuung verbinden lassen. Bei der Umsetzung des Bundeskonjunkturprogramms haben wir bereits entsprechende Schwerpunkte gesetzt. Hierauf wollen wir mit einem eigenen kommunalen Investitionsprogramm weiter aufbauen, um nicht nur das Klima zu schützen, sondern gleichzeitig auch Arbeitsplätze in Handwerk und Mittelstand zu schaffen.
Projekt:
Weg mit den Schulcontainern
An vielen Essener Schulen findet heute noch Unterricht in Containern statt, die als Behelfsklassenräume auf Schulhöfen aufgestellt wurden. Dabei sorgen diese Container gleich mehrfach für ein schlechtes Klima: Einerseits herrscht durch die Enge und die Bauweise oftmals „dicke Luft“ im Unterricht, andererseits führt die schlechte Isolierung zu massiver Energieverschwendung.
Daher: Container weg - wir brauchen vernünftige Unterrichtsräume für unsere Kinder!
Alle Bebauungspläne sollen zukünftig mit einem Energiekonzept von Anfang an auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden - zum Schutz des Klimas und zum Nutzen der Bewohnerinnen und Bewohner. Wir wollen das Passivhaus (Konzept der Einsparung einer klassischen Heizung durch Wärmedämmung und Lüftungsanlage) zum Standard für alle Neubauten in Essen machen. Aber auch die Wohnungsbauunternehmen müssen einen besonderen Beitrag in ihren Immobilien leisten.
Projekt:
Energiesparleitfaden für Bauherren
Energiespar- und Klimaschutz-Investitionen sind eine Gemeinschaftsaufgabe für öffentliche und private Bauherren. Nach dem Beispiel von Dortmund oder Münster wollen wir Informationsbroschüren zum Energie- und Klimaschutz für alle auflegen, die neu bauen oder ein altes Gebäude sanieren wollen. Damit können auch in Essen möglichst viele sinnvolle und nachhaltige Investitionen angestoßen werden.
Auch der energetischen Sanierung von kommunalen Einrichtungen werden wir uns annehmen. Gerade Schwimmbäder sind „Energieschleudern“, die unter dem Gesichtspunkt der Einsparung (Energie und Kosten) betrachtet werden müssen.
Bei neu zu errichtenden Gebäuden wollen wir die Idee des „Greenbuildings“ auch in Essen umsetzen: Passivhausstandard, Verwendung erneuerbarer Energiequellen und Dach- und Fassadenbegrünung sind nicht nur ein bedeutsamer Beitrag zur Vermeidung von Feinstaub- und CO2-Ausstoß, sondern werten auch das Stadtbild nachhaltig auf.
Den kommunalen Stadtwerken kommt beim Klimaschutz eine zentrale neue Bedeutung zu. Im Gegensatz zu den großen Energiekonzernen mit ihren „Dinosauriertechnologien" (AKW's und Braunkohledreckschleudern) können und sollen die Stadtwerke Essen unter Beweis stellen, dass sie flexibler und umweltfreundlicher Energie liefern können, mit einem steigenden Anteil an erneuerbaren Energien – nicht nur beim Gas, sondern künftig auch bei Strom und anderen Energieträgern. GRÜNE begrüßen den Einstieg der Stadtwerke in den Stromhandel. In den neuen Stromlieferverträgen muss dem Anteil der "erneuerbaren Energien" eine stetig wachsende Schlüsselrolle zufallen.
Das Projekt „Bürgersolaranlagen“ werden wir vorantreiben, damit nicht nur auf städtischen Gebäuden wie dem Rathaus erneuerbare Energien eine Förderchance erhalten.
Aber auch das Klima in Essen wollen wir verbessern. Deshalb werden wir das Projekt "Neue Wege zum Wasser" wie die naturnahe Umgestaltung der Emscher und ihrer Zuläufe weiter vorantreiben, bei dem insbesondere im Essener Norden neue Seen in Altendorf und Altenessen und Parklandschaften wie der Krupppark oder der Park im neuen Universitätsviertel entstehen, die das Stadtklima nachhaltig positiv beeinflussen.
Projekt:
Umweltzone Ruhrgebiet
Für eine wirksame Feinstaubbekämpfung muss der derzeitige Flickenteppich bei der Umweltzone zugunsten einer Städte- übergreifenden Flächenlösung im Ruhrgebiet ausgeweitet werden. Es ist ein Unding, dass in Vogelheim oder Altenessen die Umweltzone willkürlich endet, andere stark belastete Stadtteile wie Kupferdreh und Werden außen vor bleiben. Im Rahmen einer ruhrgebietsweiten Lösung sollten dann auch weitergehende Maßnahmen wie die Verknüpfung einer Citymaut mit einem Umweltticket geprüft und auf den Weg gebracht werden.
Projekt:
Fuhrpark weiter ökologisch modernisieren
GRÜNE fordern, dass die Stadt mit ihrem Fuhrpark und dem ihrer Unternehmen wie z.B. EVAG, EBE und Stadtwerke weiterhin auf umweltfreundliche Lösungen setzt und mit alternativen Antrieben (wie Hybrid) verwendet. Durch intelligente Poolnutzungen soll die Zahl der Fahrzeuge des städtischen Fuhrparks deutlich reduziert werden - ein Beitrag zum Klimaschutz!
Vorrang für FußgängerInnen und RadfahrerInnen
Bei kurzen und mittleren Entfernungen ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Zukunft. Es ist nicht nur leise, sauber und preiswert, sondern fördert auch die Gesundheit jedes einzelnen Radlers und jeder einzelnen Radlerin. Die GRÜNEN haben sich daher in den letzen Jahren intensiv für ein funktionelles und sicheres stadtweites Radwegenetz eingesetzt. Bisher konnten über 180 Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden.







