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10. März 2010

Sanierung Dürerschule

GRÜNE begrüßen Beschluss der Bezirksvertretung IV zur Aufhebung des Baustopps


Auf völliges Unverständnis bei den GRÜNEN ist die Entscheidung von Oberbürgermeister Paß gestoßen, die beinahe abgeschlossenen Sanierungsarbeiten an der Dürerschule zu stoppen.


Die schulpolitische Sprecherin der Rats-Fraktion, Lisa Mews, kritisiert: „Nach einer intensiven – auch öffentlichen – Debatte wurde vom Rat der Stadt im Jahr 2007 die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes beschlossen und diese Maßnahme von der Kommunalaufsicht genehmigt. Der Hinweis auf aktuell bestehende Konsolidierungszwänge ist hier nicht richtig, da bereits geltende Beschlüsse hiervon ausgenommen sind.“

Thorsten Drewes, Vorstandssprecher der Essener GRÜNEN und Bezirksvertreter im Bezirk IV ergänzt: "Die Dürerschule ist für uns ein unverzichtbarer Bestandteil der Schullandschaft in Borbeck. Deshalb freut es mich sehr, dass auch die Bezirksvertretung sich gestern einstimmig dafür ausgesprochen hat, die Baustopp-Entscheidung zurückzunehmen und die Bauarbeiten zügig abzuschließen."

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass neben städtischen Geldern von knapp 1 Million auch erhebliche Mittel eines privaten Spenders für den Neubau einer Gymnastikhalle in der Dürerschule investiert werden sollen, ist die Entscheidung des Oberbürgermeisters nicht nur fragwürdig, sondern geradezu aberwitzig irrational.

Schule

GRÜNE Politik für eine bessere Bildung

GRÜNE Schulen für eine bessere Zukunft


Unsere Schulen in Essen sollen zu Orten des Lebens und Lernens werden – für alle Kinder. Zwar werden die Inhalte der Schulpolitik in Düsseldorf bestimmt, als Schulträger ist die Stadt Essen jedoch für die Rahmenbedingungen verantwortlich, vor allem beim baulichen Zustand und der Einrichtung der Gebäude. Wir wollen dafür sorgen, dass es an jeder Schule Möglichkeiten für eine Mittagspause mit einer warmen Mahlzeit gibt, dass alle Kinder über die notwendigen Lernmittel verfügen und insgesamt ein positives Lernklima entsteht. Bildung, Bewegung, soziale und kulturelle Förderung, schulpsychologische, gesundheitliche und erzieherische Beratung gehören für uns zusammen. Deshalb wollen wir die Vernetzung von Schule und Jugendhilfe weiter verbessern und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass zukünftig kein Kind in Essen mehr die Schule ohne Schulabschluss verlässt. Um unsere Schulen zu stärken und den Kindern zusätzliche Chancen zu eröffnen, wollen wir außerdem die Zusammenarbeit der Schulen mit Vereinen, Verbänden und anderen Akteuren wie z.B. den Hochschulen in der Umgebung ausbauen.

 

Projekt:

Schulgärten schaffen – Schule Natur ausbauen

Viele Kinder in Essen machen immer weniger Erfahrungen in der Natur. Wir wollen deshalb die Einrichtung von Schulgärten und die ökologische Umgestaltung von Schulhöfen an allen Essener Schulen weiter fördern. Außerdem wollen wir das Angebot der „Schule Natur“ mit ihren erlebnisorientierten Angeboten im Grugapark und in den Essener Wäldern ausbauen, um zukünftig noch mehr Kindern die Chance geben zu können, Zusammenhänge „vor Ort“ in der Natur zu erforschen und zu begreifen.

Projekt:

Jedes Kind soll schwimmen lernen


Immer weniger Kinder können am Ende ihrer Grundschulzeit schwimmen, obwohl die Grundschulen über mehr als ausreichende Schwimmzeiten in den Bädern verfügen. Es fehlen immer mehr Lehrerinnen und Lehrer mit den entsprechenden Qualifikationen. Wir wollen deshalb Kooperationen der Schulen mit Vereinen, der DLRG, der Feuerwehr und anderen Partnern ins Leben rufen, damit die vorhandenen Schwimmmöglichkeiten auch genutzt werden können und kein Kind in Essen mehr die Grundschule verlässt, ohne schwimmen zu können.

Projekt:

Mehr Sprachen für mehr gegenseitiges Verständnis


Das Erlernen anderer Sprachen wird immer wichtiger: Für die beruflichen Zukunftschancen unserer Kinder genau so wie für das gegenseitige Verstehen in unserer immer bunteren und vielfältigeren Gesellschaft. Wir wollen deshalb die Möglichkeiten des Fremdsprachenerwerbs in unseren Schulen ausbauen, sowohl mit weiteren bilingualen Angeboten als auch mit einer breiteren Palette von Fremdsprachen, die Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur belegen können. Englisch, Französisch, Spanisch oder Russisch gehören schon seit vielen Jahren zum selbstverständlichen Angebot; warum sollte dies bei einer entsprechenden Nachfrage nicht auch für Türkisch, Niederländisch oder andere Sprachen möglich sein?

Projekt:

Weg mit den Schulcontainern


An vielen Essener Schulen findet heute noch Unterricht in Containern statt, die als Behelfsklassenräume auf Schulhöfen aufgestellt wurden. Dabei sorgen diese Container gleich mehrfach für ein schlechtes Klima: Einerseits herrscht durch die Enge und die Bauweise oftmals „dicke Luft“ im Unterricht, andererseits führt die schlechte Isolierung  zu massiver Energieverschwendung.

Daher: Container weg - wir brauchen vernünftige Unterrichtsräume für unsere Kinder!

GRÜNE wollen

Essens Schullandschaft zukunftsfähig gestalten


Unter dem Stichwort „länger gemeinsam lernen“ setzen sich GRÜNE seit vielen Jahren für eine Verlängerung der gemeinsamen (Grund)schulzeit und die Überwindung des gegliederten Schulsystems ein. Unser Ziel ist „Eine Schule für alle Kinder“ – dabei schließen wir Kinder mit Behinderungen ausdrücklich mit ein. Inzwischen haben auch die meisten anderen Parteien erkannt, dass es ein Fehler ist, Kinder schon nach vier Schuljahren auf verschiedene Schulformen zu sortieren. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis es auf Landesebene zu einer entsprechenden Änderung des Schulgesetzes kommen wird. Wir wollen deshalb eine langfristige und Schulform übergreifende Schulentwicklungsplanung auf den Weg bringen, die auch dem zukünftigen zusätzlichen Raumbedarf eines neuen Schulalltags Rechnung trägt: Für Über-Mittag-Betreuung und Schulmittagessen nicht nur an Grund- sondern auch an den weiterführenden Schulen, für zusätzliche Ruhe-, Arbeits- und Bewegungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler und für angemessen ausgestattete Arbeitsplätze auch für Lehrerinnen und Lehrer. Die Ganztagsschule muss in Essen die Regel werden.

Bei dieser Schulentwicklungsplanung haben Gemeinschaftsgrundschulen für uns grundsätzlich Vorrang vor Bekenntnisschulen. Neben dieser nachhaltigen Zukunftsplanung wollen wir aber auch heute schon alle Möglichkeiten nutzen, das längere gemeinsame Lernen möglich zu machen. Wichtige inhaltliche Bausteine hierfür sind für uns die stärkere individuelle Förderung von benachteiligten Kindern und der Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nicht-behinderten Kindern. Strukturell gilt es außerdem, die Arbeit der Gesamtschulen zu unterstützen und insbesondere die Oberstufen an Gesamtschulen zu stärken. Dort, wo insbesondere Hauptschulen wegen zu geringer Anmeldezahlen geschlossen werden müssen, wollen wir die Chance zur Gründung von Schulverbünden mit Realschulen nutzen, auch als einen Schritt zur einen Schule für alle Kinder.

Hochschule

 

GRÜNE stehen für Essen als Hochschulstandort


Mit der Universität Duisburg-Essen, der Folkwang-Hochschule in Werden, einer privaten Fachhochschule und anderen Wissenschaftseinrichtungen gibt es in Essen viele wichtige Impulsgeber für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Stadt. Dennoch bleiben in Essen immer noch Chancen ungenutzt, weil unsere Stadt von vielen immer noch nicht als Wissenschaftsstandort und zentraler Bestandteil der Wissensregion Ruhr wahrgenommen wird. Wir wollen deshalb die Hochschulen besser und systematischer als bisher mit der Stadt vernetzen und den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Wissenschaftseinrichtungen intensivieren, beispielsweise im Bereich der Stadtplanung, der  Wirtschaftsförderung und im Stadtmarketing oder durch Kooperationen mit Schulen und anderen städtischen Einrichtungen. Dann kann es auch gelingen, mehr Studierende zu gewinnen, während und vor allem auch nach dem Abschluss ihres Studiums in Essen zu bleiben und für diese Stadt zu engagieren – als Bürgerinnen und Bürger, aber auch als Arbeitnehmer- und ArbeitgeberInnen.